Meraner Höhenweg
Unterwegs auf dem wahrscheinlich schönsten Wanderweg der Alpen
Er trägt die Nummer 24, führt rund um den Naturpark Texelgruppe und gilt als einer der schönsten Wanderwege in den Alpen: Der Meraner Höhenweg - über 80 Kilometer lang, mit zahlreichen Auf- und Abstiegsmöglichkeiten sowie traumhaften Aussichten auf Südtirols Dreitausender. Die Südumrundung des Meraner Höhenweges beginnt in Ulfas (1.369 m) im hinteren Passeiertal. Über den einsam gelegenen Gögelehof gelangen Sie nach Christl - die prächtige Kulisse der Sarntaler Alpen immer im Blick. In gut 2,5 Stunden haben Sie dann Matatz (1.098 m) erreicht und kommen gerade richtig, um sich in einem der gemütlichen Gasthöfe zu stärken. Über Magdfeld (1.147 m), Vernuer (1.100 m) und Longfall (1.075) führt der Weg weiter zu den Muthöfen (1.361 m), die am Steilhang unterhalb der Mutspitze kleben. Es folgt das auf 1.839 m gelegene Hochganghaus, der höchste Punkt der Südumrundung. Von hier geht es hinunter zur Gojener Alm (1.824 m) nach Nassereith, Giggelberg, Hochforch (1.555 m), Innerforch, Linthof, Kopfron (1.436m) bis nach Katharinaberg (1.245 m).
Wer den Meraner Höhenweg nordwärts umrunden will, wandert von Katharinaberg nach Nassereith (1.523 m) zum Vorderkaser (1.693 m) im Pfossental. In diesem ursprünglichen Tal sind sogar seltene Tier- und Pflanzenarten wie der Gletscherhahnenfuß, eine der höchsten Blütenpflanzen der Alpen, nichts Ungewöhnliches. Selbst der fast schon ausgestorbene Steinbock konnte erfolgreich wieder angesiedelt werden. Also: Fotoapparat nicht vergessen! Von der Rableid Alm wandern Sie zu dem im Jahr 1290 erstmals urkundlich erwähnten Eishof (2.069 m). Die Dreitausender Texelspitze, Roteck, Hohe Weiße, Hohe Wilde und die Hintere Schwärze türmen sich hier zu einer atemberaubenden Kulisse auf. Nachdem Sie den noch einmal kräftig ansteigenden Weg hinauf zum Eisjöchl (2.908 m), dem höchsten Punkt des gesamten Höhenweges, gemeistert haben, geht es zur Stettinerhütte (2.875 m), von dort hinunter nach Pfelders und über Inner- und Außerhütt nach Ulfas.
Auf dem gesamten Rundweg laden Gasthöfe, Schutzhütten und Jausenstationen zur Einkehr ein - viele bieten auch eine Übernachtungsmöglichkeit. Denn was wäre die schönste Wanderung ohne Bauernspeck, Almkäs, hausgemachte Knödel, Kaiserschmarrn oder einem frisch gebackenen Apfelstrudel...
Bitte beachten Sie für Übernachtungen auf den Hütten unterwegs stets die Öffnungszeiten und die begrenzte Anzahl an Betten, weshalb eine telefonische Vorbestellung dringend anzuraten ist.
6 Grundregeln beim Bergsteigen
- Planung ist die halbe Miete und steigert außerdem die Vorfreude auf das perfekte Bergerlebnis.
- Beschreiten Sie Ihre Wanderung lieber zu zweit als alleine und informieren Sie Ihre Vermieter im Tal über Ihr Vorhaben.
- Kälte, Hitze, Regen und Schnee können in den Bergen Ihre Begleiter sein, deshalb ist es notwenig, qualitativ hochwertig ausgerüstet zu sein.
- Es ist ratsam, auf den markierten Wegen zu bleiben, eine ortspezifische Wanderkarte dabei zu haben und das Wetter zu beobachten.
- Planen Sie auf Ihren Tagesetappen mehrere kleine und eine längere Mittagspause ein, um zu trinken (wichtig!) und eine kleine Mahlzeit zu verzehren.
- Im Zweifelsfall immer umkehren.
Nützliche Telefonnummern:
Notruf (24 h kostenlos) 118
Alpine Auskunft Bozen 0471 999 955
Wetterdienst Bozen 0471 270 555 / 271 177

Sonntag, 05.02.2012 





