Waalwege in Südtirol, Vinschgau - Wohlfühlhotel in Naturns

Die schönsten Waalwege rund um Naturns im Südtiroler Vinschgau

Um ihre Äcker, Felder und Wiesen in trockenen Zeiten zu bewässern, legten die Bauern in Südtirol schon vor Jahrhunderten sogenannte "Waale" an.

Waalwegwanderung in Naturns, Vinschgau

Die Entstehung der Waalwege: Das Wasser wurde aus den Bächen höher gelegener Täler abgeleitet - manchmal sogar von weit über der Waldgrenze. Je nach Gelände floss das Wasser in gegrabenen Erdkanälen, in Rinnen, die in den Fels geschlagen worden waren, oder in Holzrinnen ("Kandeln") bergab.

Das Geklapper der von einem Wasserrad getriebenen Waalschelle zeigte dem diensthabenden "Waaler" den gleichmäßigen Wasserstrom an. Hatte sich Geäst oder anderer Unrat verfangen, musste der "Waaler" den Wasserlauf säubern und gegebenenfalls instand setzen.

Hierfür waren entlang der Waale gut begehbare Wege angelegt worden, welche heute als "Waalwege" bekannt sind.

Rund um Naturns, einer der niederschlagärmsten Gegenden der Alpen, entwickelte sich so ein weites Netz an Waalwegen. Heute sind diese wunderschönen alten Wege im Südtiroler Vinschgau ohne allzu große Steigungen zu beliebten Wanderwegen geworden. Entdecken Sie alle Infos und Wegbeschreibungen zu den schönsten Waalwegen im Vinschgau:

Tscharser und Stabener Waalweg

Wissenswertes
Wie mit dem Lineal gezogen durchqueren die beiden Waale die Steilhänge, die zwischen Galsaun im Westen und der Mündung des Schnalstales im Osten von der Talsohle steil emporziehen, der obere ist der Tscharser Schnalswaal. Der rund hundert Meter unter dem Tscharser Schnalswaal verlaufende Stabener Schnalswaal begann ursprünglich ebenfalls am Schnalser Bach, führte um den Sporn von Juval herum und auf der Südseite durchwegs als offener Kanal bis in die Nähe des Falzrohrhofes bei Tschars.

Wegverlauf
Eigentlich beginnt er im Schnalstal bei Altratheis und führt bis unters Schloss Juval – dieses Teilstück des Weges ist jedoch seit 2012 wegen Steinschlags nicht mehr begehbar. Dann passiert der Waal auf Vinschgauer Seite die Jausenstation Sonnenhof, quert die Hänge oberhalb Tschars und führt weiter bis zum Ende des Waales oberhalb Galsaun.

Sehenswert, weil...
Landschaftlichen Schönheit, naturnah belassen und sehr wasserführend

Gesamtlänge: 10 km
Gesamtgehzeit: ca. 3-4 Stunden

Latschander Waalweg

Wissenswertes
Mit seiner starken Wasserführung zählt der Latschanderwaal zu den großen und auch heute noch für die Bewässerung sehr wichtigen Waalen des Vinschgaus. Rund drei Viertel des offenen Waalverlaufs sind in ihrem naturnahen ursprünglichen Zustand erhalten, der Rest ist in Betonrinnen gefasst. Der Waal deckt den Wasserbedarf von Kastelbell und teilweise auch von Galsaun und ist ein Teil der in fast ununterbrochener Folge von Mals im oberen Vinschgau bis nach Meran durch die unteren Hänge des gesamten Vinschgauer Sonnenberges ziehenden Waale, angefangen von den Malser Waalen imWesten bis zum Algunder Waal im Osten. Allerdings sind heute weit mehr als die Hälfte dieser Waale aufgelassen oder verrohrt.

Wegverlauf
Von der Dorfmitte in Latsch auf der nach Goldrain führenden Straße westwärts zum Dorfrand und auf schmaler Verbindungsstraße den Bahnkörper und die Etsch überquerend durch Obstgüter hinüber zur Vinschgauer Talstraße, wo nur wenige Meter weiter westlich der Waalweg beginnt;
am Sonnenhang entlang schlängelt sich der Weg oberhalb der Etschschlucht bis nach Kastelbell; hier nun Umkehr und hinab zur Straße und diese sowie die Etsch überquerend auf der Latscher Osteinfahrt zurück zum Ausgangspunkt.

Sehenswert, weil…
Schöner Waalweg in stets ebener Wanderung unter Laubbäumen

Gesamtlänge: 8 km
Gesamtgehzeit: ca. 2,5 – 3 Stunden

Partschinser Waalweg

Wissenswertes
Der Partschinser Waalweg wurde im 15. Jahrhundert von den Stachelburger Grafen erbaut und dient seither der Bewässerung der Partschinser Obstgüter.

Wegverlauf
Von Partschins der Markierung 8 folgend auf dem schmalen Sträßchen hinauf ins Zieltal (halbstündiger Abstecher zum Partschinser Wasserfall lohnend); hier rechts ab und auf dem Waalweg in ebener bis leicht absteigender Wanderung bis zum Ende des Waalweges und zum Beginn eiens talwärts führenden Weges (Wegweiser „Gasthaus Niedermair“); hier rechts ab und der Mark. 7A folgend hinunter zurück zum Ausgangspunkt.

Sehenswert, weil…
An freien Stellen bieten sich vom Waal aus schöne Ausblicke hinab auf Partschins und seine engere und weitere Umgebung. Auch das sonnige Dorf Partschins, das so manche bauliche Sehenswürdigkeit besitzt und seinem berühmten Sohn Peter Mitterhofer, einem der Erfinder der Schreibmaschine, ein eigenes Museum gewismet hat, ist einen Besuch wert.

Gesamtlänge: 3 km
Gesamtgehzeit: ca. 2 Stunden

Algunder Waalweg

Wissenswertes
Der Algunder Waalweg wird auf der Töll von der Etsch abgeleitet und durchquert dann die Hänge von Plars, Algund und Gratsch und wurde ursprünglich von den Besitzern der landwirtschaftlichen Fluren in 3 Teile geteilt: den Plarser Waal im Westen, den Algunder Waal in der Mitte und den Gratscher Waal im Osten.

Wegverlauf
Der westliche Teil beginnt am Parkplatz der Töllgrabenbrücke und führt über Ober- und Mitterplars zum Grubbach bei Algund. Der östliche Teil beginnt in Algund Dorf am Grubbach und führt nach St. Magdalena in Gratsch, wo sich der Tappeinerweg anschließt.

Sehenswert, weil…
Es geht fast ausschließlich eben dahin, und entlang des teils unter Laubbäumen, teils durch Obst- und Weingüter führenden Weges laden Gaststätten zu Rast und Einkehr ein. Er bietet herrliche Aussichten ins Etschtal.

Gesamtlänge: 6 km
Gesamtgehzeit: ca. 3 Stunden

Marlinger Waalweg

Wissenswertes
Der Marlinger Waalweg ist der längste und größte Bewässerungskanal Südtirols. Das Wasser der Etsch fließt auf weiten Strecken noch im offenen Kanal, dessen Damm großteils aus Trockenmauern besteht, streckenweise geht es allerdings auch durch Felsstollen, Rohre und Betonrinnen. Der Waal dient der Bewässerung der Güter von Marling und Tscherms sowie der dazwischen und umliegenden Höfe und Weiler.

Wegverlauf
Der Marlinger Waalweg ist an verschiedenen Stellen zugänglich. Er nimmt seinen Anfang bei Töll, wo das Wasser der Etsch abgeleitet wird, zieht sich am Hang des Marlinger Berges etwas oberhalb der Ortschaften Forst, Marling und Tscherms entlang, führt vorbei an Schloss Lebenberg und endet am Raffeingraben bei Lana, wo der Wasserverlauf in die Falschauer mündet.

Sehenswert, weil…
Die gewaltige Anlage durchquert in nahezu ebenem Verlauf felsiges Steilgelände, mittelsteile Mischwälder, schöne Wiesen, Obstgüter und Weinberge, und sie führt an verschiedenen Einkehrstätten und Höfen vorbei.

Gesamtlänge: 13km
Gesamtgehzeit: ca. 5 Stunden

Kortscher Waalweg

Wissenswertes
Der Kortscher Waalweg besteht aus einem oberen und einem unteren Teil. Der obere beginnt im Schlandrauntal am gleichnamigen Bach und quert von dort die westseitigen Talflanken hinaus bis zur Höfegruppe Aussereggen. Diese 3,5km lange Waalstrecke ist heute aufgelassen.
Von Aussereggen floss das Wasser im Kortscher Graben als Bach steil bergab und wurde in das benachbarte kleine Brunnental übergeleitet, von wo aus der zweite Teil des Waalweges westwärts verläuft. Er endet in Brugg auf 900m Höhe.

Wegverlauf
Von Kortsch der Markierung 6 und dem Strassenschild „Sonnenberg“ folgend auf der schmalen, zu den Höfen führenden Straße am Rand von Weinbergen und durch Gebüsch hinauf zum Waal; von da nun dem meist wasserreichen Waal folgend bis zu einem Sportplatz, wo der Waal in Rohren verschwindet; schließlich südostwärts leicht absteigend zurück nach Kortsch.

Sehenswert, weil…
An freien Stellen bieten sich vom Waal aus schöne Tiefblicke auf Kortsch, Schlanders und den riesigen Murkegel der Gadria, aber auch eine umfassende Schau zu den südseitigen Vinschgauer Bergen.

Gesamtlänge: 7,5km
Gesamtgehzeit: ca. 2 Stunden

Goldrainer Jochwaal

Wissenswertes
Der Goldrainer Jochwaal ist der höchstgelegene Waal der Ostalpen und beginnt im obersten Penaudtal in 2.700m Höhe. Da die Hänge, die sich zwischen Schlanders im Westen und Staben im Osten von der Vinschgauer Talsohle hinaufziehen, zu den besonders trockenen Gebieten des Vinschgauer Sonnenberges gehören, reichte das Wasser der wenigen Bäche früher nie so recht aus, um die landwirtschaftlichen Fluren zu bewässern. Deshalb holte man sich vom Schlandraunbach, vom Schnalser Bach und sogar von der Schnalser Seite über das Niederjöchl (2.662m) nach St. Martin am Kofl das Wasser.

Wegverlauf
Von Latsch mit der Personenseilbahn hinauf zur Bergsiedlung St. Martin am Kofl; dem Weg Nr. 6 folgend zuerst durch Wiesen und Wald bis zur Baumgrenze, dann in langer, leicht ansteigender Querung der felsigen Bergflanken zum Niederjöchlkreuz (2.731m) und hinab zum Niederjöchl.

Sehenswert, weil…
Eindrucksvolle Reste des Waales bzw. der Mauerzüge sind noch erhalten!

Gesamtgehzeit: ca. 5-6 Stunden

Wohlfühlhotel in Plaus bei Naturns
Schnuppertage
5 Übernachtungen Wohlfühl-Zimmer Margerite

pro Person ab

276 Euro

Details
Bike Schnuppertage im Wohlfühlhotel Lena in Plaus
Bike-Schnuppertage im Herbst
4 Übernachtungen Wohlfühl-Zimmer Margerite

pro Person ab ab

304 Euro

Details